Talfeiertag, Bild 1/1

Talfeiertag

Talbewohner feiern jährlich am 17. September ihren Talfeiertag Prozession und Festgottesdienst erinnern an 1796 und die Vorfahren, die einst die Franzosen zurückschlugen. Sie können nicht anders – sie müssen ganz einfach feiern, denn dazu verpflichtet sie ein Gelübde: Wenn die 2800 Einwohner des Tannheimer Tals alljährlich am 17. September ihren Talfeiertag begehen, gedenken sie ihrer wehrhaften Vorfahren, die anno 1796 die Franzosen zurückschlugen und eine drohende Fremdherrschaft abwanden. Die Feier beginnt früh um 9.00 Uhr: Schützen, Musikkapellen, Abordnungen, Ministranten, Priester und die Bevölkerung ziehen zum Festgottesdienst in die Tannheimer Pfarrkirche ein - sie ist übrigens die zweitgrößte in der Diözese Innsbruck. Eine Stunde später setzt sich die Sakramentsprozession in Bewegung, an deren Ende ein Kranz niedergelegt wird, um der Opfer der Kriege zu gedenken. Nach dem offiziellen Teil beginnt um 11.00 Uhr ein Frühschoppen auf dem Festplatz. Bis in den Abend hinein gibt’s Musik, Tanz, Unterhaltung, kulinarische Köstlichkeiten aus der Region – und immer wieder Gelegenheit, mehr über die Geschichte des Tannheimer Tals zu erfahren. Die Einwohner erinnern sich gern an die drei glorreichen Schützenkompanien, die von den Hauptleuten Ferdinand Tauscher, Alois Tauscher und Lorenz Peintner befehligt wurden und die Franzosen auf dem Oberjoch in die Flucht schlugen – direkt in die Arme des österreichischen Militärs, das inzwischen von hinten nachgerückt war. Auch die beeindruckende „Huanza“-Armee soll zum Sieg mit beigetragen haben. „Huanza“ sind Holzgestänge zum Heutrocknen. Frauen und Kinder hatten sie in Reih und Glied aufgestellt, um auf die Ferne den Eindruck weiteren Militärs in Bereitschaft zu erwecken. Quelle: Tannheimertal.com TVB Tannheimertal
Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar